Oktober 2012: Joachim Löw

Das 4:4 nach 4:0 gegen Schweden war eine peinliche Nummer für die DFB-Elf. Im Fokus der Kritik stand dabei auch der Bundestrainer. Bei ausgekontert hat’s für Joachim Löw zum Titel „Tor des Monats Oktober“ gereicht.

Es war ja nicht alles schlecht: In den ersten 60 Minuten des WM-Qualifikationsspiels trat Deutschland wie eine Weltklassemannschaft auf. Doch bekanntlich dauert das Spiel nicht erst seit Sepp Herberger einen Tick länger. An den vier schwedischen Gegentoren in den letzten 30 Minuten entzündete sich anschließend eine Diskussion: „Liegt’s an fehlenden Führungsspielern? Was hat der Trainer falsch gemacht – und ist er überhaupt noch der Richtige?“ So langsam sammelt sich medial auch der Frust der letzten Europa- und Weltmeisterschaften – ja, ja, immer schön gespielt, weit gekommen, aber eben nie was gewonnen. Und auch seit dem verlorenen EM-Halbfinale gegen Italien ist die DFB-Elf nur selten komplett überzeugend aufgetreten – so wie zum Beispiel in den ersten 60 Minuten des Schweden-Spiels.

Gerade in diesem Spiel wirkte Joachim Löw vor allem in seinen Wechselentscheidungen recht unglücklich. Nur zweimal wechselte er aus, brachte mit Götze und Podolski noch nach dem ersten Gegentor zwei neue Offensive, aber nicht einen einzigen neuen Defensivmann. Auch ein weiterer Wechsel in der Nachspielzeit hätte den Spielfluss unterbrochen und womöglich den Ausgleich noch verhindert.

Das unnötig verlorene Spiel hat auch durch diese Entscheidungen die unterschwellig schon länger vorhandene Kritik am Bundestrainer wie in einem Brennglas gebündelt – die Voraussetzungen für die nächsten Quali-Spiele könnten besser sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.