Mai 2012: Levan Kobiashvili

Levan Kobiashvili hätte in diesem Monat eigentlich Grund zum Feiern. Anfang Mai stellte der Hertha-Profi Zé Robertos Rekord als ausländischer Spieler mit den meisten Bundesligaeinsätzen ein. Fast gleichzeitig verdiente er sich jedoch auch im wüsten Abstiegskampf die ausgekontert-Trophäe „Tor des Monats“.

Die Ereignisse rund um das Relegations-Rückspiel in Düsseldorf wurden in verschiedensten Medien ausgiebig diskutiert. Unter anderem sollen Hertha-Spieler den Schiedsrichter beleidigt und bedrängt haben, als dieser das Spiel nach der Unterbrechung durch auf den Platz stürmende Fans wieder anpfeifen wollte. Mittendrin und ganz vorn dabei: Levan Kobiashvili. Er soll den Schiedsrichter als Gipfel der Hertha-Pöbeleien sogar tätlich angegriffen haben.

Mittlerweile ist bekannt, dass der DFB-Kontrollausschuss gegen Kobiashvili und einige Mitspieler Sperren von bis zu einem Jahr beantragt haben. Hertha hat dagegen Widerspruch eingelegt. Sollte dieser scheitern, wird Kobiashvili frühestens im Mai 2013 wieder auf dem Platz stehen – er wäre dann bereits 35 Jahre alt und sein Vertrag bei Hertha ausgelaufen.

Kobiashvili, im Lauf seiner langen Bundesligakarriere bei Freiburg, Schalke und Hertha sonst eigentlich als fairer Profi bekannt, war bereits am 34. Spieltag ungewöhnlich negativ aufgefallen, als er Hoffenheims Ryan Babel erst gegen einen Mitspieler schubste und sich anschließend selbst fallen ließ, was in einem Platzverweis für Babel endete. Sollte sich Kobiashvili mit dem Auftritt im zweiten Düsseldorf-Spiel endgültig um ein würdiges Karriereende gebracht haben? Das wäre allerdings ausgesprochen töricht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.