Juli 2012: Slobodan Rajkovic

Im Juli ist es mangels Spielbetriebs normalerweise immer etwas schwierig, einen Toren des Monats zu finden. Aber Slobodan Rajkovic hat es uns diesmal leicht gemacht.

Mitte Juli zettelte der HSV-Verteidiger eine zünftige Trainingsprügelei mit seinem Kollegen Son an, bei der ein Unbeteiligter (Arslan) verletzt wurde. Als Antwort auf seinen dann folgenden Rausschmiss gab Rajkovic dem Hamburger Abendblatt ein viel beachtetes Interview, in dem er kräftig gegen den Klub und vor allem persönlich gegen Trainer Thorsten Fink nachtrat.

Die Bilanz des erst 2011 vom FC Chelsea gekommenen Serben beim HSV liest sich nicht wirklich überzeugend. Mit einigen guten Auftritten erschien Rajkovic zunächst als wertvolle Verstärkung für die HSV-Abwehr. Patzer, unnötige Gegentore und ein Platzverweis trübten jedoch bald das Bild. In der kicker-Wertung erhielt Rajkovic im Saisondurchschnitt noch gerade so ein „ausreichend“ (4,25), ins System des später als Chefcoach verpflichteten Thorsten Fink passt er augenscheinlich auch nicht.

Die Trennung nach der Saison 2011/12 war damit bereits absehbar, bevor Rajkovic spätestens mit seinem Interview alles klar machte. Noch steht er beim HSV unter Vertrag, darf aber bis auf Weiteres nur noch in der Regionalliga ran. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt seiner Interviewaussagen, den wir natürlich nicht beurteilen können, ist eines klar: Weder dem HSV noch sich selbst hat er damit einen Gefallen getan.

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