Januar 2012: Lothar Matthäus

Seit einem Jahr kürt ausgekontert jetzt schon den Tor des Monats, und endlich hat er’s auch mal geschafft: Lothar „The next Dokusoap-Star“ Matthäus hat sich den Titel im Januar 2012 redlich verdient.

Gerade spekulieren wir noch über seinen baldigen Auftritt im Dschungelcamp, da macht der Lothar auch schon den ersten Schritt in die richtige Richtung. In Kürze wird sein Leben boris-becker-like in einer Dokusoap auf Vox zu sehen sein, inklusive Freundin, Kindern, Reisen, Freizeit und Arbeit. (Arbeit?) Immerhin, so Matthäus: „Sex-Szenen sind tabu.“ Na, dann sind wir ja beruhigt. Aber allein schon diese Aussage zwingt zum Fremdschämen, bevor die Serie überhaupt angelaufen ist.

Da fragt man sich doch unwillkürlich: Hat der keine Freunde, die ihm von so was abraten? Aber wie sagte ein ausgekontert-Kollege so schön: „Ein Lothar Matthäus braucht keine Freunde. Ein Lothar Matthäus ist mit der ganzen Welt befreundet.“ Und die können ihm nun alle bald zuschauen: beim Klamottenkaufen (wir wissen bereits: „Die Schuhe müssen zum Gürtel passen“), Fußnägelschneiden und Einkaufen im Edel-Biomarkt plus Streit mit der Freundin, weil er die Milch mit dem zu hohen Fettanteil in den Wagen gepackt hat.

Lothar selbst begründet seinen endgültigen Abstieg in die Niederungen des Trash-TV so: „Ich möchte den Menschen zeigen, wie ich wirklich bin. Die meisten kennen ja nur irgendwelche Schlagzeilen. Ich denke, da werden viele positiv von mir überrascht sein.“ Und für das kommende Jahr kann er sich schon mal folgenden Spruch draufschaffen: „Ich gehe in den Dschungel, weil das eine wahnsinnig tolle Erfahrung für mich ist und ich immer schon mal am Puls der Natur leben wollte – ganz ohne Luxus. Das kann ich nämlich auch!“

Zusammenfassend möchten wir uns in dieser Sache gern Karl-Heinz Rummenigge anschließen, der in einem Interview über Lothars Soap-Pläne wie folgt urteilt: „Sein Image wird so sicher nicht besser. Ich bedauere es, dass es ihm nicht gelungen ist, seriös wahrgenommen zu werden. Er hätte die Qualität gehabt, eine große Mannschaft in Deutschland zu übernehmen.“

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