April 2012: Arjen Robben

Arjen Robben hat sich an den eigenen Haarstoppeln aus dem Sumpf gezogen. Wie kein anderer prägte er den vergangenen Monat. Grund genug, ihn mit dem ausgekontert-Titel „Tor des Monats April 2011“ zu ehren.

Robben war der Mann des Spiels in der entscheidenden Partie um die Deutsche Meisterschaft zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Beim Tor des Tages durch Robert Lewandowski hob der Niederländer das Abseits auf, kurz darauf im Zweikampf mit Dortmunds Keeper Robert Weidenfeller ab. Es gab Strafstoß, Robben schnappte sich den Ball, doch Weidenfeller hielt den Schuss und den Ball dabei sogar fest. In der Schlussminute hätte Robben seinen Fauxpas fast noch vergessen machen. Stattdessen wurde alles noch schlimmer, als er aus kurzer Distanz über das leere Tor schoss. Diese letzte Viertelstunde des Spiels am 11. April 2012 wird Robben ewig hinterher hängen, ähnlich wie dem Bremer Michael Kutzop sein Strafstoßpfostenschuss gegen die Bayern aus dem Jahr 1986.

Zwei Wochen nach dem Dortmund-Schock gab es erneut einen Foulelfmeter für die Münchener in einem wichtigen Spiel. Real Madrid hatte in einer furiosen Anfangsphase die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel gedreht und führte mit 2:0 im Halbfinal-Rückspiel der Champions League. Gomez fiel im Strafraum, und wer schnappte sich den Ball? Richtig: Robben! Ob er seinen Fehler zwanghaft ausbügeln oder einfach nur Verantwortung übernehmen wollte? Egal. Er traf. Zwar mit Glück, weil Real-Schlussmann Iker Casillas die Kunststoffkugel an den Pfosten lenken konnte, aber immerhin hatte Robben sich selbst belohnt. Oder erleichtert – je nach Sichtweise.

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