März 2011: Logan Bailly

Der Monat ist zwar noch längst nicht um, aber der Preis für den „Tor des Monats März“ hat schon einen Abnehmer gefunden: Mönchengladbachs Keeper Logan Bailly hat sich diese Auszeichnung mit einem wunderschönen Eigentor verdient. Der Tor hat also auch das Tor des Monats erzielt. Herzlichen Glückwunsch!

Es gab sicherlich viele Kandidaten, die für diesen Preis in Frage kamen, aber Logan Bailly ist seit Freitagabend nicht mehr zu übertreffen. Nicht von Kurzzeitmanagern wie Dieter Hoeneß, nicht von merkwürdigen Trainerwechseln wie die von Felix Magath und Ralf Rangnick und nicht von den Umziehkünsten Mario Balotellis von Manchester City.

Denn selten hatte ein Treffer größere Symbolkraft als das Eigentor des belgischen Keepers. Borussia ist spätestens seit dem 0:1 gegen Kaiserslautern nicht mehr zu retten. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Diese Auszeichnung soll keine blanke Häme für Bailly sein. Bis zur Hinrunde war der Keeper ein großer Rückhalt der Borussia. Er war der Garant für den Klassenerhalt unter Hans Meyer 2009. Aber der durch etliche Gegentreffer verunsicherte Bailly war (kurz bevor ihn Michael Frontzeck aus dem Tor nahm) sogar von den eigenen Fans verhöhnt worden. Dadurch wurde er noch unsicherer, die Fans noch hämischer – die Abwärtsspirale war nicht mehr aufzuhalten. Dadurch musste Christofer Heimeroth in den Kasten, doch der Ersatzmann blieb den Nachweis seiner Bundesligatauglichkeit schuldig. Auch nach dem 0:1 gegen Lautern begannen wieder die Schmährufe für Bailly. Einige Gladbacher Fans haben es also immer noch nicht verstanden, dass auch sie selbst mit ihren Demütigungen einen Teil zum Abstieg beigetragen haben.

Als Lucien Favre Trainer in Gladbach wurde, wollte er eigentlich Nachwuchsmann Marc-André ter Stegen zwischen die Pfosten stellen. Aber der Juniorennationaltorwart zog sich gleich in der ersten Trainingswoche Favres einen Muskelfaserriss zu. Schade, das Talent soll allerdings – so ist es zumindest geplant – in der kommenden Zweitligasaison Borussias neue Nummer eins werden.

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