Mai 2011: Diego

Diego hat schon länger keinen Bock mehr auf Wolfsburg und auf Abstiegskampf. Und dann noch auf der Ersatzbank sitzen? Och, nö. Da hat der Diego einfach mal sein Federmäppchen eingepackt und ist aus der Mannschaftssitzung abgehauen. Absolut verständlich.

Geht es uns allen nicht oft auch so? Die Arbeit nervt, der Partner meckert, das Kind schreit – der erste Impuls: Aufstehen und gehen. Diego hat allen Fans des VfL und allen kleinen Jungs, die stolz sein Trikot tragen, gezeigt, wie man in so einer Situation souverän reagiert und dem Chef klar macht, was man von ihm hält. Ob der Laden danach den Bach runter geht, kann ihm schließlich egal sein – auf ihn warten größere Aufgaben, der nächste Millionenvertrag und eine europäische Metropole, die mehr zu bieten hat als VW und ein paar hingestanzte graue Flachdachbauten.

Der VfL Wolfsburg war gestern eine knappe Viertelstunde lang abgestiegen. Herzlichen Glückwunsch, Diego – und hoffentlich auf Nimmerwiedersehen in der Bundesliga. Oder doch nur Abmahnung und Geldstrafe, wie heute Morgen durchsickerte? Zur möglichen Höhe hätten wir da einen Vorschlag.

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