55 Jahre Bundesliga – und in Osnabrück erinnert kaum etwas an ihren Mitbegründer

Am 24. August 2018 startet die Bundesligasaison zum 56. Mal. Der Beschluss hierzu fiel am Nachmittag des 28. Juli 1962 beim DFB-Bundestag in der Dortmunder Westfalenhalle. Stunden zuvor wählte das oberste Beschlussorgan des DFBs den Juristen Dr. Hermann Gösmann aus Osnabrück zum neuen Präsidenten des Deutschen Fußballbundes. Er trat die Nachfolge von Dr. Peco Bauwens an.


Das neue Präsidium positionierte sich bei der Abstimmung über die Einführung einer bundesweiten höchsten Spielklasse für das neue Modell und bekam hierfür die notwendige 2/3- Mehrheit der Delegierten. Ebenfalls stimmten die Delegierten für das Lizenzspielerwesen und gegen das Vollprofitum.

Dr. Hermann Gösmann, der 1979 in Osnabrück an den Folgen einer Lungenembolie starb, war von 1934 bis 1951 Präsident des VfL Osnabrück. In der Vereinszeitung positionierte er sich teilweise offen zu der Politik der Nationalsozialisten. Dem Vorstand des Norddeutschen Fußballverbandes gehörte er zuerst als stellvertretender Vorsitzender an, ehe er dem Verband von 1953 bis 1962 vorstand. Von 1962 bis 1974 stand Gösmann an der Spitze des Deutschen Fußballbundes, unter anderem während des Bundesliga-Skandals 1970/71 und der errungenen Weltmeisterschaft 1974 im eigenen Land. Der Osnabrücker war auch Mitglied in den Exekutivkomitees von UEFA und FIFA.

In Ibbenbüren erinnert an Gösmanns Geburtshaus heute eine Gedenktafel an einen der Väter der Bundesliga. In Osnabrück finden sich etwa im VfL-Museum Hinweise auf den sechsten DFB-Präsidenten. Das Grab Gösmanns auf dem Heger Friedhof existiert indes nicht mehr. Es wurde nach Angaben der Friedhofsverwaltung 1999 aufgelöst.

 

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