Dem Fischbrötchen eine Chance!

„Einen Bismarckhering, bitte.“
„Haben wir leider nicht mehr im Programm.“
„Dann hätte ich gern ein Matjesbrötchen.“
„Führen wir leider auch nicht mehr. Ich könnte Ihnen einen Backfisch anbieten.“

Dieser Dialog hat sich vor dem Nordderby zwischen Werder und dem HSV im Februar zugetragen. Eine ebenso wahre wie traurige Begebenheit, die umstehenden Besuchern ein ungläubiges Staunen abrang. Verschwinden die populären Fischbrötchen Stück für Stück aus dem Stadionumfeld?

Man könnte vermuten, dass es im Norden zum Stadionbesuch neben der klassischen Brat- und Currywurst auch ein breites Angebot an Fischbrötchen gibt. So, wie der geneigte Fußballfan im Süden der Republik beispielsweise vielfach Leberkäsebrötchen oder Nürnberger Rostbratwürstl serviert bekommt. Was sollen aber die Besucher aus dem Süden denken, wenn sie zum Gastspiel in den Norden kommen und beispielsweise in Kiel, der nördlichsten Stadt in den ersten beiden Bundesligen, überhaupt keine Fischbrötchen im Angebot finden? Der HSV hat verkauft immerhin noch Fischbrötchen im Stadion.

Werder hingegen könnte sich ein Vorbild am FC St. Pauli nehmen: Matjes-, Bismarck- und viele andere leckere Fischbrötchen zu annehmbaren Konditionen haben die Kiezkicker im Portfolio.

Es bleibt zu hoffen, dass die Vielfalt an Fischbrötchen – ganz nach dem Geschmack vieler Fans – bald wieder rund um das Weserstadion zu finden sind. Auch dem Ostseeverein von der Förde ist dies zu wünschen. Also, liebe Caterer, wenn Ihr hier mitlest: Bitte schreibt frischen Fisch auf Euren nächsten Bestellschein. Es wird am Verkaufstresen sicherlich nicht zu Eurem Nachteil sein.

Alle Fischliebhaber sind herzlich aufgerufen, ihre Klubs per E-Mail oder über die sozialen Medien auf wünschenswerte gastronomische Highlights hinzuweisen.

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