Fanprojekte: Jugendarbeit verbessern

Eigentlich sind sich doch alle einig. SPD, CDU, Grüne und FDP zeigen sich offen für eine bessere Unterstuetzung der Fanprojekte in Niedersachsen. Bei der AfD ist keine Positionierung bekannt. Die Linke ist derzeit nicht im Parlament an der Leine – unweit der Spielstätte von Hannover 96 – vertreten. Warum tut sich aber nichts, obwohl sich in der Sache eine großse Mehrheit der Parlamentarier einig ist? Die Grosse Koalition hat Handlungsbedarf angekündigt. Ein Antrag der Opposition findet sich in parlamentarischer Beratung. Jetzt könnte es schnell gehen.

Das wäre wichtig, denn die Fanprojekte sind unterfinanziert. Von den vor über 20 Jahren mal als Leitidee im Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) vorgesehenen vier Vollzeitstellen pro Fanprojekt sind wir heute noch entfernt. An den Standorten Meppen, Osnabrüeck, Oldenburg (neu), Hannover, Braunschweig und Wolfsburg könnte eine viel bessere Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stattfinden als bisher. Bei den Themen Demokratiebewusstsein, Dialogkultur, Wertevermittlung und Sozialkompetenz waere eine bessere Betreuungsrelation so wichtig. Sie stärkt nicht nur das gesellschaftliche Immunsystem junger Leute gegen religiösen und politischen Extremismus, sondern hilft auch in der Gewaltprävention.

Die Fanprojekte benoetigen jetzt mehr Mittel. Für Methoden und Wirksamkeit müssen sie sich regelmässig und kritischer als bisher evaluieren lassen. Das ist auch richtig so. Im Ausland, etwa in Italien, bewundert man Deutschland für seine sozialpädagogische Fanabeit. Hierzulande ware jetzt der Zeitpunkt für mehr Wertschätzung gekommen. Auch finanzieller Natur.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.