Tor des Monats Dezember 2016: Heribert Bruchhagen

Muss er sich das wirklich antun? Diese Frage ging nicht nur mir durch den Kopf. Sie war auch Gegenstand vieler Kommentare in der Medien. Wesentliche Argumente zum Thema könnt Ihr übrigens in der vorletzten Folge des empfehlenswerten Eintracht Frankfurt-Podcasts nachverfolgen.

Es hätte doch so schön sein können. Heribert Bruchhagen führt die Frankfurter Eintracht aus der Schuldenfalle auf einen seriösen und finanziell vernünftigen Pfad und nach einer – zugegeben – schlechten Saison schafft die Eintracht in der Relegation, die übrigens dringend wieder abgeschafft werden  sollte (speziell in Liga vier), den Klassenerhalt gegen den 1. FC Nürnberg. So kann man doch im Alter von 68 Jahren zufrieden in Rente gehen und sich der Familie, Reisen und den Hobbys und Ehrenämtern widmen. Diese Einsichten teilte auch Heribert Bruchhagen im ersten Halbjahr 2016 mit.

Heute erinnert sein Engagement beim HSV an die berühmte Kehrtwende Adenauers. Der eine war der „ewige Kanzler“, der andere der „ewige Vorstandsvorsitzende“ – nur eben nicht mehr am Main, sondern an der Elbe.

Damit schließe sich für ihn ein Kreis, so der ehemalige DFL-Geschäftsführer. Er habe beim HSV schließlich in den 1990ern für einige Monate dort gearbeitet und sei nach wie vor Mitglied bei den Hamburgern.

Aber was tut sich Bruchhagen da an? Wird der Aufsichtsrat jetzt plötzlich verschwiegen und loyal agieren? Bleibt Investor Klaus-Michael Kühne bei der Stange, ohne in die sportlichen Belange hineinzuregieren? Bekommt der Klub nun endlich eine professionelle Kommunikationsstrategie? Ist Jens Todt der bessere Sportdirektor als Dietmar Beiersdorfer? Ich mag das alles nicht recht glauben. Selbst wenn es doch anders kommt: Ist Bruchhagen mit 68 Jahren jemand, der mittel- und langfristig seinen Vertrag erfüllen kann und will? Ist er der innovative Geist, den der HSV jetzt braucht? Oder soll er diesem nur den Weg bereiten? Immerhin hat Bruchhagen nun einen anderen finanziellen Spielraum als bei der SGE – zumimdest so Kühne will. Mal schauen, was Bruchhagen daraus macht. Der Schritt scheint zumindest als große Torheit!

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