Tor des Monats Oktober: Roger Schmidt

Die Wahl zum Tor des Monats Oktober fiel leicht. Es hat Roger Schmidt von Bayer 04 Leverkusen getroffen. Er scheint sich emotional seinen Sportdirektor mehr und mehr zum Vorbild zu nehmen.

Vor Monaten weigerte sich Schmidt beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund, einem Verweis aus dem Innenraum nachzukommen. Das Spiel musste daraufhin unterbrochen werden. Nach dieser Aktion war er „auf Bewährung“ an der Seitenlinie. Nach heftigen Bemerkungen gegenüber seinem Hoffenheimer Kollegen Julian Nagelsmann, der sehr abgeklärt und locker mit der Situation umging, wurde Schmidt nun für zwei Spiele gesperrt. Das Pokalaus in Lotte konnte Schmidt so beispielsweise nur aus dem Teambus hinter der Westtribüne verfolgen.

Natürlich gehören Emotionen zum Fußball. Insofern sind Stellungnahmen pro Roger Schmidt, wie sie etwa Freiburgs Übungsleiter Christian Streich gewohnt leidenschaftlich vertrat, verständlich. Andererseits hatte Schmidt durch seine Aktion gegen Dortmund schon die gelbe Karte vom DFB gesehen. Und wer schon „Gelb“ hat, der geht an der Mittellinie nicht so wehement und unnötig in den Zweikampf. Gelb-Rot war insofern logisch. Dafür brauchen wir nicht einmal die moralisch manchmal zu aufgeladene Vorbildfunktion gegenüber den jungen Fans („Es schauen auch Kinder zu.“) und den Trainern im Amateurfußball bemühen. Trainer sind auch nur Menschen. Und auch die machen Fehler.

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