Werder gegen die Eintracht: Wechselbad der Gefühle

6:2 Heimsieg gegen Stuttgart und in Köln zum ersten Mal zu Null gespielt. Aber SGE-Knipser Alex Meier spielt vielleicht mit, ist wohl zumindest im Kader. Werders Fans bringen mit ihren Aktionen wie #greenwhitewonderwall das Stadion zum Beben und das Team zum Sieg. Aber haben die Frankfurter Anhänger nicht auch zuletzt ordentlich mobilisiert? Gegen Stuttgart war die Stimmung im Weserstadion sensationell, selbst die BBC schwärmte und zog einen Anfield Road-Vergleich. Aber bei dem Heimspiel am Montagabend waren auch kaum Stuttgarter da. Frankfurt hingegen wird etwa 5.000 Fans mitbringen – und die sind traditionell laut. Werder hat jetzt einen Psychologen engagiert und seither läuft es. Der Kopf entscheidet schließlich. Die Eintracht spielte zuletzt richtig gut – auch gegen Spitzenteams wie Dortmund. Und darauf kommt es doch an. Pizarro und Garcia sind bei Werder fit. Vielleicht schafft Werder einen knappen Sieg. Frankfurt hat im Saisonendspurt auch Spiele gewonnen, in denen das Team nicht überzeugt hat. Das kann im Kampf um den Klassenerhalt ausschlaggebend sein. Bei Werder fehlt Bartels nach einer sinnlosen gelben Karte in Köln. Dabei hatte er doch gegen den VfB doppelt getroffen. Vielleicht siegt Stuttgart am letzten Bundesligaspieltag sogar in Wolfsburg. Der VfL war zuletzt sportlich ebenfalls in einer Talsohle. Und Totgesagte leben bekanntlich länger. In welcher Hotellobby würde Kevin Großkreutz wohl den Klassenerhalt feiern?

Tausende Gedanken und Szenarien schießen mir als Werder-Fan vor dem Abstiegsduell gegen Eintracht Frankfurt durch den Kopf. Mit einem Auge schaue ich auch nach Wolfsburg. Dabei spielt die Musik an der Weser: Letzter Spieltag, alles oder nichts – oder Relegation. Ein Bremer Sieg bedeutet „Drinbleiben“, ein Remis wird in der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg münden. Eine Niederlage führt bei einem gleichzeitigen Sieg der Stuttgarter in Wolfsburg zum direkten Abstieg in Liga 2. Das wäre der zweite Abstieg in Werders Bundesligageschichte. Ich fiebere dem Spiel im Weserstadion regelrecht entgegen. Ich bin so nervös, wie es die Mannschaft auf keinen Fall sein darf. Heißes Herz und klarer Kopf: Das muss die Marschroute für Samstag sein – zumindest bei Werders Kader. Dann klappt es auch mit dem Klassenerhalt. Das denken sich die Frankfurter sicherlich auch.

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