Bitte nicht kneifen!

Eintracht Frankfurt schlägt Girondins de Bordeaux 3:0. Drei zu Null. Unfassbar. Derselbe Verein, der vor gut zwei Jahren noch mit sensationell schlechten sieben Rückrundenpunkten abgestiegen ist, hat sich heute famos auf europäischer Ebene zurückgemeldet. Ich kann nur hoffen, dass dies kein Traum ist und ich nicht morgen beim Auswärtsspiel in Ingolstadt erwache. Also bitte nicht kneifen!

Bei aller Euphorie sei vielleicht noch am Rande bemerkt, dass dies heute spielerisch noch nicht einmal ein überragendes Spiel war. Die Tore fielen einmal aus Abseitsposition und zweimal nach Standards. Allerdings ist mir dies ziemlich schnuppe, denn gleichzeitig kann man auch sagen, dass der Eintracht heute zum wiederholten Male fünf der besten Spieler fehlten. Ausfälle von Meier und Schwegler hätten die Mannschaft in den vergangenen Jahren sicherlich umgeworfen, in dieser Saison verkraftet sie es bislang unheimlich gut.
Mit dem 3:0 Heimsieg gegen den auf dem Papier stärksten Gruppengegner hat die Eintracht das Tor Richtung KO-Runde bereits am ersten Spieltag sehr weit aufgestoßen. Dankenswerter weise verzichteten die beiden weiteren Gegner aus Tel Aviv und Nikosia im anderen Gruppenspiel auch gänzlich auf Tore – und damit drei Punkte.
Für die Eintracht bleibt zu hoffen, dass das Verletzungspech – dieses Mal musste Rode verletzt runter – alsbald ein Ende hat. Der Kader hat in dieser Saison auch in der Breite die Qualität, die er vergangenes Jahr nur in der Spitze hatte. In der Form der vergangenen Wochen ist daher sogar ein erfolgreiches Durchtanzen auf allen drei Hochzeiten denkbar. Im Idealfall würde dann wieder die Europa League winken. Noch ist dies natürlich alles Zukunftsmusik, aber nach einem derart berauschenden Europapokalabend ist ein wenig träumen durchaus erlaubt.

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