Nur nicht abheben: Ein Aufsteiger trumpft in Liga drei auf

Als Aufsteiger sollte man sich immer am Saisonziel Klassenerhalt orientieren. Die phrasenhafte wiederholte Marke von 40 Punkten für gilt in der dritten Liga mit 20 Mannschaften nur bedingt für den Ligaerhalt. Wer weiß das besser als Holstein Kiel? Die Mannschaft stieg 2007 mit der Rekordzahl von 48 Punkten aus der Regionalliga Nord in die Oberliga ab, im Übrigen punktgleich mit drei anderen Mannschaften. Mit 48 Punkten war bis dahin noch keine Mannschaft aus einer der ersten drei Ligen in Deutschland abgestiegen. Auf diesen Rekord hätte man an der Förde gerne verzichtet.

Die Lehre aus 2007 lautet: Sicher ist der Klassenhalt erst, wenn rechnerisch nichts mehr schiefgehen kann.

Trotzdem darf man sich als Anhänger der KSV Holstein natürlich über den Saisonstart seiner Elf freuen. Einem starken Auftritt in Rostock (0:0), bei der man keine ernsthafte Torchance zuließ, folgte ein 5:1 gegen den 1. FC Saarbrücken. Das bedeutet nach zwei von 38 Spieltagen Tabellenplatz vier. Eine tolle Momentaufnahme, über die man sich einen Moment tierisch freuen darf. Dann muss aber wieder Nüchternheit einführen. Es werden noch Rückschläge und herbe Niederlagen folgen. Dann wird sich zeigen, ob die Elf von Karsten Neitzel das Zeug für die dritte Liga. Dann wird sich zeigen, ob die Routiniers Kazior, Sykora, Schied und Neuzugang Tim Danneberg Führungsstärke besitzen. Dann wird sich zeigen, ob das insgesamt junge Team in der dritten Profiliga angekommen ist.

Ich wäre nicht traurig, wenn Expertentipps einträfen, die die Störche am Saisonende zwischen den Plätzen neun und 13 taxieren. Bis dahin genieße ich jeden Spieltag im oberen Tabellendrittel. Hoffentlich ist es nicht nur einer.

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