Wahnsinn im Westfalenstadion

Es gibt solche Spiele für die lebt man als Fußballfan. Spiele, die man immer in Erinnerung behält. Als Frankfurt-Fan steht da für mich natürlich für immer das 5:1 gegen Kaiserslautern an Nummer 1. Aber auch Bayern gegen ManU in Barcelona oder die Schalker Drei-Minuten Meisterschaft gehören dazu. Und jetzt eben das 3:2 von Dortmund gegen Malaga. Unfassbar. Wahnsinn. Geil.Spielerisch war es für mich eines der schwächsten BvB-Spiele der vergangenen drei Jahre. Die Innenverteidigung mit Subotic und Santana – eine glatte Katastrophe. Der gesamte Spielaufbau nervös und fahrig. Blaczykowski ein Schatten seiner selbst. Selten habe ich mich über ein nicht-Frankfurt Spiel derart aufgeregt wie heute abend.

Aber diese Moral und der Wille auch in der Nachspielzeit noch einen zwei Tore Rückstand aufzuholen. Das will man als Fußballfan doch sehen. Dazu noch zwei recht klare Abseitstore in der Schlussphase – immerhin gerecht auf beiden Seiten verteilt. Vermutlich der Stoff aus dem Herzinfarkte sind. So habe ich auch als erstes an befreundete BvB-Fans denken müssen und habe mich gefragt, ob sie das Spiel überleben würden.

Dieses 3:2 könnte für die sehr junge BvB-Mannschaft in der Entwicklung ein weiterer Meilenstein gewesen sein. So nervös, so fahrig, so schlecht werden sie glaube ich so schnell nicht noch einmal ein Champions League Spiel angehen. Und daher greift ab sofort auch die fünf Euro Phrase: „Jetzt ist alles möglich.“ Denn egal ob Madrid, Barcelona (Paris) oder München (Turin): Die Dortmunder haben nichts mehr zu verlieren aber unheimlich viel zu gewinnen. Und sie werden nie wieder auf eine so stark defensiv spielende Mannschaft treffen und fortan zumindest wieder etwas mehr Platz haben. Ein Grund mehr, sich auf die Halbfinalspiele zu freuen.

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