Eurobabogaal, Eurobabogaal

Besser hätte es für die Frankfurter Eintracht gestern nicht laufen können. Mit einem Doppelpack sicherte Srdjan Lakic seinem neuem Arbeitgeber einen 2:0-Auswärtssieg beim HSV. Doch nicht nur das: Die komplette Liga spielte, als wolle sie den Eintrachtlern mit vereinten Kräften in den Europapokal verhelfen. Neben Hamburg verloren auch Schalke, Mainz, Freiburg, und Hannover. Zudem kam Wolfsburg zu Hause gegen Augsburg ebenfalls nicht über ein 1:1 hinaus. Das Ergebnis: Frankfurt hat nun sieben Punkte Vorsprung auf einen nicht-Europapokalplatz. Höchste Zeit also auch für mich den Pessimismus über Bord zu werfen: Die Eintracht muss jetzt um Europa kämpfen.
Insbesondere in der ersten Hälfte überzeugte die Eintracht mit einer stabilen Abwehr und einer starken Chancenverwertung. Als der HSV in Halbzeit Zwei versuchte aufzudrehen und zu einigen Chancen kam, bewies Kevin Trapp einmal mehr, warum er es geschafft hat, Eintracht-Idol Oka Nikolov zu verdrängen – und sich darüber sogar Eintracht-Traditionalisten freuen. Hätten es die Frankfurter verstanden, ihre Konter noch klarer auszuspielen, wäre sogar ein Kantersieg möglich gewesen.
Lakis Treffer sorgen jetzt bei den naturgemäß schnell zur Euphorie neigenden Eintrachtfans natürlich für überzogene Erwartungen. Doch auch wenn diese Quote sicher nicht über den gesamten Saisonverlauf zu halten ist, steht für mich fest: Lakic bedeutet eine deutliche Qualitätssteigerung gegenüber Occean und Matmour. Damit ist die Eintracht nun im gesamten Offensivbereich überdurchschnittlich besetzt.
Es gibt also keinen Grund mehr zur Zurückhaltung. Der Rückrundenstart ist – anders als vor zwei Jahren – gelungen und solch gute Chancen auf Europa wird es so schnell für die Eintracht nicht mehr geben. Sofern Schalke sich nicht ganz schnell von Erfolglostrainer Keller trennen, ist bei einem optimalen Verlauf sogar Platz 4 und damit die Champions League Qualifikation drin. Denn außer den Knappen sehe ich keinen Kontrahenten der deutlich besser als Frankfurt besetzt wäre. 3 weitere Kellerwochen auf Schalke könnten für Frankfurt somit im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert sein.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Bundesliga, Champions League, Europa League, Spieltaganalyse abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.