Fußballgolf, die Zweite: Redaktionsausflug auf den Bauernhof

Einer langjährigen Tradition gehorchend, hat die ausgekontert-Redaktion jetzt wieder einen Betriebsausflug auf einen Fußballgolfplatz unternommen.

Während es uns im letzten Jahr ins ferne Wiefelstede verschlagen hatte, bot sich nun die Gelegenheit, einen neu angelegten Platz in der Lüneburger Heide zu testen: Die Fußballgolf-Anlage auf dem Hof Menke in Hanstedt.

Hier unser Resümee.

 

Dennis sagt:

Fußballgolf, die Zwote: Wieder versammeln sich Frauke, Daniel, Torsten und Dennis auf einem Bauernhof mitten im Nirgendwo, wieder droht uns der dunkle Himmel, wieder macht es einen Heidenspaß.

Diesmal ging es nach Hanstedt, zu Bauer Menke. Neben der bisherigen Dorfattraktion – einem Maislabyrinth – gibt es hier jetzt neun Löcher Fußballgolf. Schon optisch unterscheidet es sich stark von unserer ersten Station in Wiefelstede. Deutlich kleiner ist es, nicht nur wegen der halbierten Lochzahl. Auch die einzelnen Bahnen erinnern eher an Minigolf. Lange Bahnen sucht man vergeblich, dafür gibt es viele liebevoll platzierte Milchkübel und Treckerreifen die als Hindernisse und Löcher dienen. Ein großer Vorteil für die begnadeten Techniker unter uns – für mich erst einmal ein kleiner Schock.

Dennoch läuft es auf der ersten Runde überraschend flüssig und ich kann mit einem Hole-in-One auf der neunten Killerbahn abschließen. Grandios! Dumm nur, dass ich während der Rückrunde einen eklatanten Leistungseinbruch hinnehmen muss. Egal, das ganze schreit nach Wiederholung. Vielleicht auf einer uns noch unbekannten Bahn. Denn das ganze Potenzial dieses großartigen Sports hat bislang noch kein Platz freigeschaufelt.

Torsten sagt:

So langsam werden wir alte Hasen, was die Fußballgolfanlagen in Norddeutschland angeht. Nach Wiefelstede jetzt also Hanstedt, eine weitere Perle Niedersachsens. Die äußeren Voraussetzungen waren diesmal deutlich besser. Niemand hatte am Ende Wasser in den Schuhen. Und das ist nach den Erfahrungen vom vergangenen Mal durchaus erwähnenswert.

Die Leistungen im ersten von zwei Durchgängen waren allerdings so, als hätten wir in Badelatschen gekickt. Bis auf Dennis erreichte zunächst niemand Normalform. Das änderte sich in der zweiten Runde deutlich – bis zum Hahn des Grauens. Wieder spielte also ein geflügeltes Tier eine Hauptrolle. Und wieder kein lebendiges. Doch dieses hatte zumindest vorher nicht gelebt. Den Metallhahn umzuschießen war trotzdem nicht leicht. Erst recht nicht, als Daniel vorschlug, ihn frontal und nicht an der Seite zu treffen. Das Vieh blieb standhaft, bis wir es resignierend wieder andersrum hinstellten und mann- und frauhaft erledigten.

Liebe Oma Luise,

viele Grüße sendet Dir Dein Enkel aus der schönen Lüneburger Heide. In Hanstedt hat ein Bauer aus seinem Acker ein Maislabyrinth und einen Fußballgolfplatz gemacht. Mit drei Freunden habe ich dort Fußballgolf gespielt. Es war sehr schön.

Beim Fußballgolf hat man keinen Schläger und keinen Golfball, sondern nur seinen Fuß und einen Fußball. Den muss man dann in Lkw-Reifen schießen. Das ist ganz schön schwierig.

Gewonnen hat Dennis. Der kann ganz toll schießen. Und Torsten war auch voll gut. Wir hatten sogar ein Mädchen dabei. Frauke heißt die. Die wusste nie, mit welchem Fuß sie schießen sollte. Mal hat sie mit dem linken, dann mit dem rechten geschossen. Das war echt witzig.

Das Wetter war nicht gut. Wir hatten keine Sonne und warm war’s auch nicht. Danach waren wir noch zum Essen. Wir haben bei McDonalds Hamburger gegessen. Das war voll lecker, aber sag’s nicht Mama!

Viele Grüße und bis bald,

Dein Enkel Daniel

Frauke sagt:

Der kleine, aber feine Fußballgolfplatz ist ein wahres Wunder: Seine neun Bahnen haben durchaus ihre Tücken, gleichzeitig sind sie aber sehr filigran angelegt und auf das Wesentliche konzentriert – es müssen kaum lange Strecken ohne Hindernis überbolzt werden.

Das Ergebnis: Ich bin zwar mit meinen beiden gleich starken (oder gleich schwachen) Füßen auch diesmal wieder Tabellenletzte geworden, aber längst nicht so weit abgeschlagen wie im letzten Jahr. Berechnungen zufolge war ich bei der zweiten Runde bis kurz vor Schluss sogar Vorletzte – bis mich der fiese Treckerreifen, in den man reinlupfen musste, doch noch durchgereicht hat.

Die Herren zeigten sich besonders fasziniert von der von Torsten bereits angesprochenen Bahn 7, „Kicke den Hahn um“.

Nach diversen Versuchen, die Bahn noch schwieriger zu gestalten, schaute das bedauernswerte Metalltier nun frontal dem Ball ins Auge. Es bestrafte aber insbesondere Daniel, indem es sich nach seinem Treffer nur elegant drehte und sich nonchalant an den rückwärtigen Baumstamm anlehnte. Das galt natürlich nicht als umgeschossen – da sind die Regeln glasklar.

Das sind sie eigentlich auch beim Thema Mädchenbonus. Trotzdem „verrechneten“ sich meine Mitspieler besonders in der ersten Runde gentlemanlike ein ums andere Mal in für mich vorteilhafter Weise beim Addieren, oder sie „hatten jetzt gerade nicht so genau aufgepasst“, wie viele Schüsse ich gebraucht hatte. Aber ich finde, wenn ein verdienter Alt-Internationaler wie Tim Wiese sich in vier Pflichtspielen 15 Gegentore einfangen kann, dann kann ich auch genauso viele Versuche am Treckerreifen brauchen. Wie auch immer: Beim nächsten Spiel wird alles ganz fair ablaufen.

 

Wer den Fußballgolfplatz in Hanstedt einmal selbst besuchen möchte, findet hier alle Infos dazu. Für dieses Jahr müsst Ihr Euch allerdings beeilen: Letzter Öffnungstag ist der 8. Oktober.

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