Ein Unbekannter namens Javier Martínez

40 Millionen Euro hat der FC Bayern für Javier Martínez bezahlt. Damit ist der Spanier der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte. Und ich reibe mir darüber verwundert die Augen.

Sicher, gehört hatte ich den Namen des 24-Jährigen schon mal. Er stand ja auch jeweils im Kader, als Spanien 2010 Welt- und 2012 Europameister wurde. Nur gespielt hat er kaum. 24 Minuten beim EM-Vorrundenspiel gegen Irland, als dies bereits zu Gunsten der Spanier entschieden war. Aber ihn kennen? Das tue ich nicht. Dabei hatte ich mir eingebildet, dass ich den internationalen Fußball so weit verfolge, dass ich einschätzen kann, wenn ein Spieler eine horrende Ablösesumme wert ist.

40 Millionen! Das sind fast zweieinhalb Reuse. Und mehr als drei van der Vaarts. Selbstverständlich kann man Ablösesummen nicht so einfach miteinander vergleichen. Sie sind vertrags- und altersabhängig. Und vor allem positionsgebunden. Zumindest dachte ich das bislang. 40 Millionen für einen defensiven Mittelfeldakteur sind zweifellos ungewöhnlich, zumal die Bayern mit Bastian Schweinsteiger, Luiz Gustavo, Toni Kroos, Anatoliy Tymoshchuk sowie notfalls Philipp Lahm und David Alaba bereits exzellent auf der Sechs besetzt sind.

Der Transfer von Martínez scheint mir auf den ersten Blick also nicht unbedingt nötig. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Eine erste Kostprobe gab’s ja schon mal gestern Abend beim 6:1 gegen den VfB Stuttgart. Gespielt hat das gestrige Geburtstagskind zwar nur kurz, aber seinen neuen Kollegen ordentlich Beine gemacht.

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