Frankfurt feiert 4:0-Heimsieg in Sinsheim

Mit einem sensationellen 4:0-Erfolg gegen Hoffenheim hat Eintracht Frankfurt heute zum ersten Mal seit 13 Jahren die Tabellenführung der 1. Liga übernommen. Die Mannen von Armin Veh agierten dabei von Begnn an dominant und waren über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft. 5.000 mitgereiste Frankfurter Schlachtenbummler zeigten sich dieses Mal von ihrer besseren Seite und verwandelten das Spiel von Beginn an in ein Heimspiel. In Hoffehneim muss sich dagegen Markus Babbel nun ernsthafte Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen. Zerrissen hat sich seine Elf jedenfalls nicht für ihn.

Im Gegenteil: Mit zwei Platzverweisen, einem Elfmeter sowie einem halben Eigentor hatte Babbels Mannschaft mindestens ebenso großen Anteil an dem Debakel wie die stark aufspielenden Frankfurter. Niemand kann sagen, was in den Köpfen der Hoffenheimer Spieler vorging. Eines lässt sich jedoch festellen: Wenn eine Mannschaft gegen ihren eigenen Trainer spielt, dann sieht es wohl so aus wie heute in Sinsheim. Eine rationale Erklärung dafür zu finden, dass sich der eingewechselte Salihovic ganze vier Minuten nach seiner Einwechslung ein verdientes Gelb-Rot (= zwei gelbe Karten!) abholt, ist jedenfalls schwierig.

Sei es drum. Wer mich kennt, weiß, dass sich mein Mitleid mit Hoppenheim Hoffenheim naturgemäß in Grenzen hält. Darum zurück zur Eintracht. Natürlich weiß ich auch, dass noch 32 Spieltage zu gehen sind und man als Eintracht-Fan nach der Katastrophen-Rückrunde 2011 den Ball eigentlich viel flacher halten sollte. Auf der anderen Seite hat mich mein Fanleben der letzten 20 Jahre gelehrt die Feste zu feiern wie sie kommen – der Absturz folgt ja doch irgendwann. Daher stelle ich ganz nüchtern fest, geradezu berauscht von der Vorstellung der jungen Eintracht-Mannschaft zu sein. Denn die 24,4 Jahre junge Startelf  bot gegen Hoffenheim auch im zweiten Saisonspiel in großen Teilen grandiosen Fußball.

Der Beweis durch den Kicker: Frankfurt führ die Bundesliga an

Binnen einen Jahres ist es Hübner und Veh gelungen den Kader nahezu komplett von links auf rechts zu krempeln, zu verjüngen und dennoch die Qualität eindeutig zu steigern. Eine Leistung, die in Anbetracht der einigermaßen bescheiden eingesetzten finanziellen Mittel gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. Und eine Leistung die ich den beiden vor Jahresfrist niemals zugetraut hätte.

Aber bleben wir realistisch: Der Absturz wird kommen, für die Eintracht geht es diese Saison ausschließlich gegen den Abstieg. Es bleibt aber auch der Optimismus, dass dieser Kampf gewonnn werden kann und dass die Struktur der Mannschaft für die kommenden Jahre die Möglichkeit bietet, sich wieder in der Liga zu etablieren. Es darf nur nicht wieder eine Sieben-Punkte-Rückrunde dazwischen kommen…

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Ein Kommentar zu Frankfurt feiert 4:0-Heimsieg in Sinsheim

  1. Torsten sagt:

    Ach was, Abstiegskampf! Jetzt kann und muss es nur noch Richtung Champions League gehen.

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