Der Linienrichter ist schuld, nicht der Torlinienrichter

Ein Aufschrei ging gestern Abend durch Europa. Nach dem nicht gegebenen Tor für die Ukraine im Spiel gegen England fordert der gesamte Kontinent den Einsatz von Torkameras. Ich nicht. Denn ob der Ball vor, auf oder hinter der Linie war, war nicht das Problem. 

Die erste Fehlentscheidung ist ungefähr sieben Sekunden vorher getroffen worden. Denn bei der Einleitung des Angriffs der Ukraine stand Milevskiy im Abseits. Das Spiel lief trotzdem weiter, die Fehlentscheidung an der Torlinie folgte. Wann hätte man das Spiel dann unterbrechen sollen? Direkt nach der kniffligen Szene? Und was wäre gewesen, wenn England im Gegenzug die Ukraine ausgekontert und selbst getroffen hätte?

Wer jetzt den Videobeweis für die Linie fordert, der will ihn auch bald für Abseitsentscheidungen. Vorher sollte man aber noch einen Blick auf unser Pro contra Contra zum Videobeweis werfen.

 

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Ein Kommentar zu Der Linienrichter ist schuld, nicht der Torlinienrichter

  1. Thomas sagt:

    Diejenigen, die laut den Videobeweis fordern, sollten auch mal ein paar Schritte weiterdenken. Die Auswirkungen würden den Fußball in seiner Urform zerstören.

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