Hoffnung für Köln: Stanislawski übernimmt

Der Kölner Absturz in der Bundesligarückrunde erinnert mich fatal an den meiner Eintracht nur zwölf Monate zuvor. Umso mehr freue ich mich für meine rheinischen Leidengenossen, dass es heute mal wieder eine positive Nachricht gab: Holger Stanislawski übernimmt das FC-Team. In der kommenden Saison soll er nicht weniger als Neuaufbau und Wiederaufstieg zurselben Zeit schaffen. Doch das könnte klappen, denn Stanni passt zum FC wie berühmte Faust aufs Auge.

In Hoffenheim hat Stanni nicht richtig funktioniert. Das war auch nicht wirklich verwunderlich. Eher hat es überrascht, wie der personifizierte Kiez-Klub überhaupt zu den Kraichgauern wechseln konnte. Stanni ist Malocher, Stanni ist Motivator. Aber mit Milliardär Hopp und seinen überbezahlten Brasilianern hat er in etwa so viel gemein wie mit Lady Gaga – das Scheitern war vorhersehbar.

Ganz anders die Situation in Köln. Da ist zum einen die jahrelange Fanfreundschaft mit den Kiez-Kickern, die Unterstützung der Kurve dürfte ihm sicher sein. Stannis Assi, Truller-Trulsen hat selber jahrelang für den EffZeh gespielt und begleitet ihn nun nach Köln. Auch die Mentalität in Köln ist mit der auf St.Pauli zumindest artverwandt. In der 2. Liga kennt sich Stanni darüber hinaus sehr gut aus, mit Pauli hat er vor drei Jahren auf fast wundersame Weise den Aufstieg ins Oberhaus geschafft. Unbestritten wird der FC auch nach dem Neuaufbau über deutlich mehr Qualität verfügen als das Hamburger Team  damals. Die Chancen, Neuaufbau und Wiederaufstieg unter einen Hut zu bekommen, stehen also alles andere als schlecht.

Es darf wieder gehofft werden in Köln. Wenn man Stanni ein wenig Zeit und Vertrauen gibt, könnte die Zusammenarbeit extrem fruchtbar werden, denn in Köln steckt zweifelsohne das Potenzial für einen etablierten Mittelfeld-Bundesligisten. Und Stanni kann endlich beweisen, dass er auch außerhalb des Kiez etwas zustande bringt.

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