Dortmund gewinnt das Finale mit 5:2 – und mit dem perfekten modernen Stürmer

Den 5:2-Triumph Borussia Dortmunds im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern an einem oder zwei, drei Spielern festzumachen, wäre ungerecht. Die gesamte Mannschaft trumpfte als grandiose Einheit auf. Und doch gibt’s eine Lobhudelei auf einen, für den das System mit nur einer Spitze offenbar erfunden wurde: Robert Lewandowski. 

Es kann ein undankbarer Job sein, im 4-2-3-1-System die „1“ zu spielen. Oft, wie sagt man so schön, hängt der einzige Stürmer in der Luft, weil er von seinen Hintermännern nicht eingesetzt wird. Da heißt es: geduldig sein, weiter auf die eine Gelegenheit warten, sich immer wieder anbieten, sich in Zweikämpfen mit den gegnerischen Innenverteidigern nicht zu sehr aufreiben und hellwach bleiben.

Mal davon abgesehen, dass Lewandowski ziemlich selten in der Luft hängt, weil ihn Kagawa, Götze, Großkreutz, Blaszczykowski oder andere oftmals blendend bedienen, der Pole weiß auch sonst, was er tut. Es ist sicher kein Vergnügen, ständig mit dem Rücken zum Tor den Ball behaupten zu müssen. Von hinten nähert sich der Innenverteidiger, nicht selten gibt es einen leichten Tritt in die Achillesferse oder einen kleinen Schlag in die Kniekehle. Der Job ist beileibe nichts für Weicheier.

Das laufintensive Spiel Lewandowskis kann dann schon mal leicht auf Kosten der Trefferquote gehen. Doch der Dortmunder hat schon in der abgelaufenen Bundesligasaison gezeigt, dass er darüber hinaus noch ein Knipser ist. 22 Mal traf er, nur Klaas Jan Huntelaar und Mario Gomez waren noch erfolgreicher.

Seine drei Treffer heute Abend zeigen – so einfach sie allesamt zu erzielen waren –, dass er einfach den Instinkt dafür hat, richtig zu stehen. Einfach ein perfekter moderner Stürmer.

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